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Oft entscheidet der, der's nie gemacht hat.

Du kennst vielleicht dieses Gefühl: Du weißt genau, wie es gehen müsste, und trotzdem entscheidet jemand anderes.

Nicht, weil er die Arbeit besser kennt als du, sondern weil er weiter oben steht.

Wer das Sagen hat, hängt meist nicht daran, wer die Arbeit am besten kennt, sondern daran, wem der Betrieb gehört. Das Recht, über dich zu entscheiden, kommt aus dem Besitz, nicht aus dem Können.

Wir halten das für selbstverständlich. Aber das ist es nur, weil wir es von klein auf so kennen, und was man immer so gemacht hat, fühlt sich irgendwann an, als ginge es gar nicht anders.

Das Gute daran: Was nur eine alte Gewohnheit ist, kann man auch in Ruhe verändern.

Seit vielen Jahren gibt es Betriebe, in denen genau das anders läuft: Wer Verantwortung übernimmt, wird von den anderen gewählt, und kann, wenn das Vertrauen weniger wird, auch wieder abgewählt werden.

Kein Sessel, den man sich einfach nimmt, sondern Vertrauen, das man bekommt und auch wieder zurückgeben kann.

Kein Mensch kommt auf die Welt, um über andere zu bestimmen. Wer entscheidet, sollte damit zusammenhängen, wer eine Sache versteht und mitträgt, nicht damit, wer am meisten besitzt.

Was wäre, wenn alle, die eine Sache gemeinsam tragen, auch gemeinsam darüber entscheiden dürften, auf Augenhöhe, freiwillig, ohne dass einer einfach von oben herab bestimmt?

Vielleicht ist das gar keine verrückte Idee, sondern einfach eine freundlichere.