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Podcasts
Hörstücke zu den Ideen hinter der Kampagne: Klima, Herrschaft, Utopie und Alltag. Direkt anhören oder herunterladen.
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01
Öffentlicher Reichtum für alle
27:26Begleittext
Dieser Podcast basiert auf einem Text von Matthias Schmelzer.
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02
Warum Klimaschutz im Kapitalismus nur scheitern kann
21:55Begleittext
Der Podcast analysiert das Scheitern aktueller Klimapolitik am kapitalistischen Wachstumszwang, der eine effektive Bekämpfung der ökologischen Krise systemisch verhindere. Zwar wird der Aktivismus der Letzten Generation als instinktiv richtige Störung des Betriebsablaufs gewürdigt, gleichzeitig jedoch deren politische Naivität kritisiert, da bloße Appelle an staatliche Funktionsträger die zugrunde liegenden Widersprüche ignorieren. Die Quelle argumentiert, dass die Klimabewegung ein radikales Krisenbewusstsein entwickeln muss, welches die Notwendigkeit einer vollständigen Systemtransformation erkennt. Besonders problematisch sei dabei die Lage der Lohnabhängigen, die aus existenzieller Notwendigkeit an einem System festhalten müssen, das ihre eigene ökologische Zukunft vernichtet. Letztlich fordert der Autor eine Überwindung der internen Spaltung der Linken zugunsten einer emanzipatorischen Praxis, die den Kapitalismus als eigentliche Ursache der Katastrophe identifiziert. Nur durch die Verbindung von disruptivem Protest und einer fundierten Systemkritik lasse sich der drohende Kollaps noch abwenden.
nach einem Text von Tomasz Konicz
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03
Warum Spiritualität die Solidarität gefährdet
20:42Begleittext
Dieser Podcast beschäftigt sich mit den Gefahren von Spiritualität und anderen Verhaltensmodifikationen für das Individuum und herrschaftsarme Projekte.
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04
Der Utopie-Check für eine emanzipatorische Gesellschaftsveränderung
29:09Begleittext
Dieser „Utopie-Check“ bietet einen theoretischen und praktischen Leitfaden zur Entwicklung und Bewertung emanzipatorischer Gesellschaftsentwürfe. Der Autor analysiert verschiedene Stolperfallen bei der Visionierung und schlägt einen zyklischen Prozess vor, der auf struktureller Kritik, einem klaren Menschenbild und konkreten Transformationsschritten basiert. Anhand zentraler Kriterien wie Freiheit, Solidarität und Krisenfestigkeit werden unterschiedliche Modelle kritisch beleuchtet, wobei ein besonderer Fokus auf anarchokommunistischen Ansätzen liegt. Die Texte plädieren für eine dezentrale Organisation, die globale Herausforderungen wie den Klimawandel durch lokale Selbstbestimmung und freiwillige Kooperation bewältigt. Abschließend werden verschiedene Strategien und Organisationsformen vorgestellt, die einen Übergang in eine herrschaftsfreie Zukunft ohne dogmatische Starre ermöglichen sollen. Damit dient das Werk als Werkzeugkasten für Aktivisten, um utopisches Denken als realistische Alternative zum bestehenden System zu festigen.
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05
Warum Wegsperren keine Lösung ist
16:50Begleittext
Dieser Podcast hinterfragt kritisch die Funktionsweise und Wirksamkeit des Justizvollzugs und entlarvt das aktuelle System als eine Form der Problemverschiebung. Anstatt durch härtere Strafen echte Sicherheit zu schaffen, produziere die Haft oft nur neue Kriminalität, indem sie soziale Bindungen zerstört und Betroffene nach der Entlassung stigmatisiert. Die Quellen betonen, dass Abschreckung selten funktioniert, da viele Taten aus Not oder Affekt entstehen und nicht durch rationale Kosten-Nutzen-Rechnungen verhindert werden. Es wird argumentiert, dass der Staat das Wegsperren als politische Bühne nutzt, anstatt in präventive Maßnahmen wie Schuldnerberatung, Suchthilfe oder soziale Integration zu investieren. Wahre Sicherheit entstehe demnach nicht durch Vergeltung, sondern durch die Bekämpfung struktureller Ursachen wie Armut und Ausgrenzung. Abschließend plädiert der Text für alternative Wege der Wiedergutmachung, die sowohl den Opfern als auch der gesellschaftlichen Stabilität besser dienen als reine Isolation.
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06
Klimakollaps und die Macht wirtschaftlicher Eliten
25:42Begleittext
Dieser Podcast analysiert die Klimakrise als ein strukturelles Machtproblem, das primär durch die finanziellen Interessen einer extrem reichen Elite und globaler Konzerne befeuert wird. Die Autoren argumentieren, dass technologische Lösungen zwar existieren, der Fortschritt jedoch durch gezielte Lobbyarbeit, Desinformation und den Einfluss auf politische Entscheidungsträger blockiert wird.
Wissenschaftliche Warnungen, wie der drohende Kollaps der atlantischen Umwälzbewegung (AMOC), würden dabei zugunsten kurzfristiger Profite und fehlerhafter ökonomischer Modelle ignoriert.
Als Ausweg schlägt das Dokument eine radikale Abkehr vom Kapitalismus hin zu einem anarchistischen, bedürfnisorientierten Wirtschaftsmodell vor. Ziel ist eine Dezentralisierung der Macht, um das Gemeinwohl und den Schutz des Planeten über die private Bereicherung Weniger zu stellen.
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07
Gegenseitige Hilfe und Überlebensstrategien im Klimakollaps
16:40Begleittext
Was passiert, wenn der ökologische Kollaps keine ferne Dystopie mehr ist, sondern etwas, auf das wir uns real vorbereiten müssen? Und warum sind Nachbarschaftshilfe und gemeinschaftliches Handeln vielleicht wichtiger als jeder Bunker voller Konservendosen?
In dieser Folge sprechen wir über gesellschaftliche Krisenvorsorge, Solidarität und die Frage, wie Menschen tatsächlich auf Katastrophen reagieren. Ausgehend von historischen Beispielen wie dem Hurrikan Katrina werfen wir einen Blick auf das Versagen staatlicher Strukturen, die politische Instrumentalisierung von Krisen und die sogenannte Schockstrategie, bei der Ausnahmezustände oft wirtschaftlichen Interessen dienen.
Gleichzeitig räumen wir mit einem hartnäckigen Mythos auf: Entgegen vieler medialer Erzählungen reagieren Menschen in Krisen nicht vor allem mit Chaos und Gewalt, sondern erstaunlich oft mit gegenseitiger Hilfe, Selbstorganisation und Solidarität.
Es geht um „solidarisches Prepping“: praktische Fähigkeiten, belastbare Nachbarschaften und die Frage, wie wir trotz düsterer Klimaprognosen eine antidystopische Haltung entwickeln können. Kein Weltuntergangsporno, sondern eine Suche nach Handlungsspielräumen in unsicheren Zeiten. Denn vielleicht entsteht Zukunft nicht aus Angst, sondern aus Gemeinschaft.
Menschen. Krisen. Klima. Und die etwas unbequeme Erkenntnis, dass wir einander vermutlich mehr brauchen als jede Survival-App.
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08
Warum der Selbstliebe-Zwang toxisch ist
14:58Begleittext
Es ist aus mehreren Gründen nicht nur falsch, sondern auch noch toxisch und verletzend, „Du kannst andere nur lieben, wenn du dich selbst liebst“ zu sagen: Der Spruch propagiert die neoliberale Version von Eigenverantwortung, Konsumismus, das Patriarchat und Ableismus.
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09
Wirtschaft ohne Chefs und Geld
22:05Begleittext
Was passiert, wenn eine Gesellschaft plötzlich ohne Geld, Hierarchien und Chefs funktioniert? Klingt nach einer verrückten Utopie, die in irgendeinem verrauchten WG-Keller zwischen kaltem Kaffee und politischer Erleuchtung entstanden ist. Doch genau diese Idee wirft Fragen auf, die erstaunlich aktuell sind: Wer entscheidet dann eigentlich? Und warum arbeiten Menschen überhaupt? In diesem Podcast geht es um eine Wirtschaftsform, die unsere gewohnten Regeln komplett auf den Kopf stellt und vielleicht mehr mit der Realität von morgen zu tun hat, als vielen Bossen lieb ist.