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Die erste Woche im Monat? Die gehört nicht dir.

Wenn am Monatsanfang die Miete abgeht, ist oft schon ein gutes Stück weg, bevor das Leben überhaupt beginnt.

Vielleicht kennst du das Gefühl, hart zu arbeiten und am Ende doch nur knapp anzukommen. Das ist kein persönliches Versagen.

2025 musste mehr als jeder neunte Haushalt in Deutschland über vierzig Prozent seines Einkommens fürs Wohnen ausgeben, mehr als im Schnitt in Europa. So viele tragen dasselbe still mit sich herum.

Und das Stille daran ist: Du zahlst nicht wirklich für eine Leistung, sondern dafür, dass jemand im Grundbuch steht und du nicht.

Dass das erlaubt ist und sich kaum etwas ändert, liegt auch daran, dass viele, die darüber entscheiden, selbst Wohnungen besitzen. Niemand sägt gern am eigenen Ast.

Nach Jahrzehnten, in denen du treu jeden Monat gezahlt hast, gehört dir davon nichts. Das ist keine Naturgewalt, sondern etwas, das Menschen so eingerichtet haben und auch anders einrichten könnten.

Stell dir vor, Wohnungen gehörten denen, die darin leben: gemeinsam getragen, gemeinsam entschieden, ohne dass jemand daran verdient, bloß weil sein Name irgendwo eingetragen ist.

Menschen könnten ihr Zusammenleben selbst in die Hand nehmen, auf Augenhöhe, freiwillig, ohne dass einer oben sitzt und die anderen zahlen. Ganz einfach so.

Falls sich dieser Gedanke für dich nach Aufatmen anfühlt, dann bist du damit nicht allein.