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Drei Minuten für dich. Den Rest frisst der Profit.
Drei Minuten, dann klingelt das nächste Zimmer, und die Pflegerin geht, obwohl sie eigentlich noch bei dir bleiben möchte.
Sie eilt nicht, weil ihr deine Hand gleichgültig wäre. Sie eilt, weil jede Stunde Zuwendung, die sich nicht auf einem Formular abrechnen lässt, fürs Geschäft als Verlust zählt.
Das ist keine Naturgewalt und kein Schicksal, sondern eine Entscheidung, getroffen von Menschen, denen sie nützt, und darum lässt sie sich auch wieder anders treffen.
Wer krank oder schwach ist, kann nicht einfach woanders hingehen. Genau das macht es so heikel, wenn Gesundheit wie eine Ware behandelt wird: Ein Markt schützt vor allem die, die wählen können. Wer in Not ist, kann nicht verhandeln, und so zahlst du am Ende mit, damit jemand an deiner Krankheit verdient.
Es geht auch anders, und das ist keine Träumerei: Schon heute gibt es Praxen und Gesundheitszentren, die sich selbst verwalten, in denen die entscheiden, die dort arbeiten und behandelt werden.
Eine Gesellschaft, die füreinander sorgt, weil sie es will und nicht, weil es sich rechnet, braucht dafür kein großes Programm, nur die gemeinsame Überzeugung, dass wir das miteinander regeln können, auf Augenhöhe, ohne dass einer über den Kopf eines anderen hinweg bestimmt.
Das klingt groß, fängt aber ganz leise an: mit dem Gefühl, dass hier etwas nicht stimmt, und mit dem Mut, das ruhig auszusprechen.
Vielleicht ist die beste Idee gar keine neue, sondern eine sehr alte und einfache: dass Menschen wichtiger sind als jede Rechnung.