03 / 18
Es ist genug da. Nur nicht bei dir.
Du arbeitest, und am Ende des Monats bleibt trotzdem so wenig übrig, dieses Gefühl kennen gerade sehr viele Menschen.
Es liegt nicht daran, dass zu wenig da wäre. Wir stellen heute mehr her als je zuvor.
Und doch verdienen vor allem die mit, denen der Boden, die Wohnungen und die Fabriken gehören, sie bekommen ihren Anteil, ohne selbst dafür arbeiten zu müssen.
Und mit dem Besitz kommt Macht: Wer das Dach über deinem Kopf oder den Betrieb besitzt, in dem du arbeitest, bestimmt mit über dein Leben. Es geht nicht nur ums Geld, sondern darum, wer entscheiden darf.
Wenn so viele zur gleichen Zeit dasselbe spüren, dann ist das kein eigenes Versagen, sondern etwas, das man verstehen und verändern kann.
So eingerichtet hat das nämlich kein Naturgesetz, sondern Menschen, zum Vorteil derer, denen schon viel gehört. Und was Menschen eingerichtet haben, können Menschen auch wieder anders einrichten.
Stell dir vor, wie es wäre, wenn wir das, was alle brauchen, einfach gemeinsam regeln, auf Augenhöhe, freiwillig, ohne dass einer über die anderen bestimmt.
Stell dir vor, wie es sich anfühlt, wenn Nachbarn füreinander einspringen, wenn niemand an der Not anderer verdient und genug wirklich für alle reicht.
Vielleicht ist diese Welt gar nicht so weit weg, vielleicht fehlt nur der erste gemeinsame Schritt.