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Du warst den ganzen Tag beschäftigt. Aber hast du was geschaffen?

Manchmal kommt man abends nach Hause und kann gar nicht so genau sagen, was man den ganzen Tag eigentlich getan hat.

Das hat nichts mit Faulheit zu tun. Den ganzen Tag beschäftigt sein und wirklich etwas schaffen sind zwei ganz verschiedene Dinge.

In einer großen Befragung von Berufstätigen sagte rund ein Drittel selbst, ihre Arbeit bringe der Welt nichts wirklich Sinnvolles.

Das ist nichts, wofür man sich schämen muss, und ganz sicher kein eigenes Versagen.

Das ist nicht einfach so gewachsen. Wenige bestimmen, was getan wird, und die meisten verkaufen ihre Zeit, ohne mitzureden, wofür. Wer nicht mitbestimmen darf, ob etwas Sinn ergibt, kann auch nicht verhindern, dass Sinnloses entsteht. Und wer oben sitzt, bestimmt obendrein, welche Arbeit als wertvoll gilt und welche kaum etwas zählt.

Vielleicht sind wir manchmal zu beschäftigt, um in Ruhe zu fragen, wozu das Ganze eigentlich gut sein soll.

Dabei gibt es eine schöne, einfache Vorstellung: Menschen arbeiten füreinander, weil etwas gebraucht wird, und nicht, weil jemand über ihnen steht.

Sie würden ihr Zusammenleben gemeinsam regeln, freiwillig und auf Augenhöhe, ohne dass einer über die anderen herrscht.

Die meisten von uns wollen im Grunde dasselbe. Vielleicht ist genau das der schönste Anfang.